Politik

1. In Deutschland gibt es sechs große politische Parteien.
Bei der Bundestagswahl 2013 waren nur vier Parteien im Bundestag vertreten:
– Die CDU/CSU, eine rechtskonservative Partei unter der Leitung von Angela Merkel.
– Die SPD, die wichtigste linksgerichtete Partei, die derzeit von Martin Schulz geleitet wird, der hofft, der nächste Kanzler des Landes zu sein.
– Seit 2013 regieren CDU/CSU und SPD in einer großen Koalition.
– Die Grünen und die Linke sind die beiden anderen Parteien im Bundestag.
Die beiden anderen Hauptparteien sind die FDP und die Alternative für Deutschland:
– Die Freie Demokratische Partei ist eine sozial und wirtschaftlich liberale Partei, die bei den Wahlen 2013 nach einer Koalition mit der CDU/CSU alle ihre Sitze verloren hat.
– Die AfD sind eine rechte, euroskeptische Partei, die kurz vor der letzten Wahl gegründet wurde. Obwohl sie keine Bundesvertretung haben, deuten Meinungsumfragen darauf hin, dass sie zum ersten Mal ins Parlament kommen könnten. Sie sind auch bei den Landtagswahlen vertreten.

2. Deutschland ist eine Bundesnation
Deutschland ist wie die Vereinigten Staaten eine aus sechzehn Staaten bestehende Bundesnation, die jeweils über eigene Landesgesetzgeber und Ministerpräsidenten verfügen. Die bevölkerungsreichsten Länder sind Nordrhein-Westfalen und Bayern. Die Städte Berlin, Hamburg und Bremen sind alle eigenständige Staaten.
Die Berliner Landesregierung besteht derzeit aus einer Mitte-Links-Koalition von SPD, Linken und Grünen.

3. Der Deutsche Bundestag ist das Äquivalent zum Unterhaus von Westminster.
Die Bundestagswahlen im nächsten Monat sind für den Bundestag. Sie werden entscheiden, wer das Land in den nächsten vier Jahren regiert, auch wer die Kanzlerschaft übernimmt. Im Bundestag gibt es mehr als 598 Sitze, die über das Mixed Member Proportional Representation System (MMP) vergeben werden. Dies ist sehr ähnlich wie die Wahlen zum schottischen Parlament, zur Londoner Versammlung und zur walisischen Versammlung. Die Hälfte der Sitze wird nach dem FPTP-Einzelgliederverfahren gewählt, die andere Hälfte wird über eine Aufbauliste mit einem Schwellenwert von 5% vergeben. Hier ist die FDP letztes Mal gesunken, da sie keine FPTP-Sitze gewonnen hat, aber auch die 5%-Schwelle für Nachbesetzungen nicht erreicht hat.
Nach den jüngsten Umfragen werden alle sechs großen Parteien in den Bundestag erwartet, was die Koalitionsverhandlungen sehr interessant machen könnte.

4. Das Oberhaus Deutschlands ist faszinierend.
Das Oberhaus Deutschlands – es entspricht dem Oberhaus oder einem Senat – wird als Bundestrat bezeichnet. Deutschland vergibt Mitglieder seines Oberhauses in einer Weise, die es einzigartig macht. Die Mitglieder werden nicht wie Abgeordnete gewählt oder wie Herren ernannt, sondern jede Landesregierung entsendet Vertreter in das Haus, deren Anzahl durch die Größe jedes Staates bestimmt wird. Wenn ein Landtag eine Koalition hat, müssen sich die Mitglieder auf eine gemeinsame Position für die Abstimmung in der Kammer einigen. Wenn es Meinungsverschiedenheiten gibt, kann der Staat nicht abstimmen, was die Stimmenthaltung zu einem wichtigen Bestandteil des politischen Lebens macht.

5. Der dienstälteste Kanzler des Landes.
Otto von Bismarck war der dienstälteste Kanzler der deutschen Geschichte und diente fast 23 Jahre, der dienstälteste Kanzler der Neuzeit war jedoch Hermut Kohl von der CDU, der von 1982 bis 1998 etwas mehr als sechzehn Jahre lang diente.

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